Informationen zum Solarpark Winterbach

(Stand 23.11.2011)
 
 
Anlagenbeschreibung


Die Gesellschaft "Solarpark Winterbach-Eisingerhof GbR" mit Sitz in Winterbach (Landkreis Günzburg) betreibt seit Juni 2010 im Ortsteil Eisingerhof an der Grenze zur Gemeinde Glött (Landkreis Dillingen) einen Solarpark mit einer Leistung von ca. 1,15 Megawatt.
 

Solarpark Winterbach - Eisingerhof

Die Gesamtfläche der Fotovoltaikanlage beträgt rund zwei Hektar und befindet sich ortsnah gelegen in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Biomasse- und Komposthof Eisingerhof. An diesem sehr guten Sonnenstandort kann mit einem Jahresertrag von mehr als einer Millionen Kilowattstunden Solarstrom gerechnet werden. Die erzeugte Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist und entspricht dem Jahresverbrauch von über 300 Vier-Personen-Haushalten. Mit der Fotovoltaikanlage kann dadurch der Strombedarf sämtlicher Privathaushalte in Winterbach, Rechbergreuthen, Waldkirch und Eisingerhof gedeckt werden. Gleichzeitig leistet die Gemeinde einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und umweltfreundliche Stromerzeugung.
 
 
Technische Informationen

Anlagenleistung
 

ca. 1,15 MWp (1.150 KWp)
Anlagenfläche
 
ca. 2 ha
Globalstrahlung/a
 
ca. 1.185 kWh/m²
Jahresenergieertrag
 
ca. 1.200.000 kWh
Energieeinspeisung
 
20-kV-Freileitung, Entfernung ca. 100 m
Module
 
5110 St., polykristallin, blend- und schadstofffrei, TÜV zertifiziert
Modulanordnung
 
2-reihig übereinander (hochkant), Ausrichtung Süd, Neigung ca. 30°
 
Unterkonstruktion
 
Stahl verzinkt, Aluminium, nicht beweglich, max. Bauhöhe inkl. Module 2,50 m


 
 
Umweltaspekte und regionale Wertschöpfung

CO2-Einsparung
 

Die jährliche Einsparung des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 beträgt ca. 1000 Tonnen.
Bodenversiegelung
 
Die Verwendung sogenannter Rammpfosten ermöglicht die völlig betonlose Verankerung der Ständerkonstruktion im Boden und reduziert die Flächenversiegelung auf ein Minimum (< 2%).
 
Grundwasserschutz, Ökologie
 
Durch den Bau der Anlage wird ehemals intensiv genutzte landwirtschaftliche Fläche in Form einer Kräuterwiese wieder der Natur zur Verfügung gestellt. Dies ist ein tatkräftiger Beitrag zum Umweltschutz, denn während der gesamten Betriebsdauer (nach Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG mindestens 20 Jahre) werden auf der begrünten Fläche keine Düngemittel und chemische Pflanzenschutzmittel (Pestizide) ausgebracht.
 

 
Das Grünland wird entweder gemäht oder extensiv mit Schafen beweidet. Grünausgleichsflächen und angepflanzte Hecken stellen zusätzliche Rückzugsgebiete für die lokale Flora und Fauna dar.
 
Null-Emission
 
Anrainer und Nachbargemeinden sind von keinerlei Emissionen betroffen. Belästigungen oder Beeinträchtigungen durch Lärm, Abgase, Erschütterungen oder Abfallstoffe gibt es nicht.
 
Rückbau, Recycling
 
Nach Betriebsende erfolgt innerhalb kurzer Zeit der Rückbau der Fotovoltaikanlage. Die wesentlichen Materialien Silizium und Glas sowie diverse hochwertige Metalle (Kupfer, Stahl, Aluminium) stellen gefragte Stoffe dar, die eine problemlose Wiederverwendung ermöglichen.
 
Regionale Wertschöpfung
 
Die PV-Anlage stellt eine ideale Ergänzung zum bestehenden Biomasse-/Komposthof dar, da beide Einrichtungen mittels Strom und Wärme zur regenerativen Energieerzeugung beitragen. An Projektierung, Planung und Bau der PV-Anlage wurden ausschließlich Firmen aus der Region beteiligt. Der Sitz der Betreibergesellschaft befindet sich in Winterbach. Anfallende Gewerbesteuern werden vollständig an die Gemeinde Winterbach abgeführt.
 
 
Gründe für die Standortwahl

Süddeutschland und insbesondere auch der Landkreis Günzburg weist aufgrund der hohen Sonnenscheindauer deutliche Vorteile für die Nutzung der Sonnenenergie auf. Das Gebiet nördlich des Ortsteils Eisingerhof eignet sich ökonomisch und ökologisch sowie aus ortsplanerischer Sicht als idealer Standort für eine Fotovoltaikanlage:
 
Energiepolitische Ziele
 
Das Vorhaben entspricht den Zielen der Bundesregierung den Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2030 auf 30 Prozent zu steigern und den Grundsätzen des Landesentwicklungsprogramms Bayern: "Es ist anzustreben, erneuerbare Energien - Wasserkraft, Biomasse, direkte und indirekte Sonnenenergienutzung, Windkraft und Geothermie - verstärkt zu erschließen und zu nutzen.“ (LEP B V 3.6 G)
 
Einspeisevergütung
 
Aus den Bestimmungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ergibt sich, dass eine Vergütungspflicht des Netzbetreibers für Strom aus einer Freiflächen-Photovoltaikanlage nur dann besteht, wenn sich die Anlage an einem Standort befindet, der in den letzten drei Jahren als Ackerland genutzt wurde. Diese Anforderung wird am Standort Eisingerhof erfüllt.
 
Einspeisemöglichkeit
 
In unmittelbarer Nähe zum geplanten Standort befindet sich eine 20 kV-Freileitung, die als Einspeisepunkt dient.
 
Siedlungsanbindung
 
Die Vorgabe der Obersten Baubehörde Bayern zur Anbindung an eine geeignete Siedlungseinheit wird mit dem Standort erfüllt, da die anzubindende Photovoltaikanlage direkt an eine bestehende Siedlungseinheit angrenzt und weniger Fläche in Anspruch nimmt als die Siedlungseinheit, an die sie angebunden werden soll.
 
Vorbelastung
 
Die intensive landwirtschaftliche Bodennutzung in der unmittelbaren Umgebung, der nahe gelegene Komposthof als auch der gewerbliche Biomassehof tragen mit Anfuhr, Abfuhr und maschineller Verarbeitung von Biomüll und Biomasse aus der gesamten Region zu einer Vorbelastung des Areals bei.


 
Derartige Vorbelastungen stehen ebenfalls im Einklang mit den Standortempfehlungen der Obersten Baubehörde Bayern.
 
Landschaftsschutz
 
Die Fläche befindet sich in keinem Landschaftsschutzgebiet (LSG).
 
Landschaftszersiedelung
 
Die Anlage liegt im Rücken des Ortsteils Eisingerhof und wird zwischen dem nördlich gelegenen Waldgebiet an der Grenze zum Landkreis Dillingen eingebettet. Eine Zersiedelung der Landschaft findet deshalb nicht statt.
 
Landschaftsbild
 
Die geringe Bauhöhe von max. 2,50 m, effektive Eingrünungsmaßnahmen und Schaffung von Ausgleichsflächen am höchsten Punkt des Geländes reduzieren die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes auf ein Mindestmaß. Aus nördlicher, östlicher und westlicher Richtung ist die Anlage nur geringfügig einsehbar. Durch bestehende, dem Gelände vorgelagerten, Bebauungen und Bepflanzungen ist die Anlage aus südlicher Richtung nur teilweise einsehbar.

Eine geringfügige Beeinträchtigung des Landschaftsbildes wird aufgrund der aufgeführten Vorbelastungen, der Umwandlung von Ackerfläche zu Grünland und der Schaffung von Ausgleichsflächen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Förderung erneuerbarer Energien weitgehendst kompensiert.
 
Fernwirkung
 
Die partielle Einsehbarkeit aus südlicher Richtung ist durch die Geländetopographie der umgebenden Landschaft auf max. 1000 m begrenzt. Da sich die Anlage weder auf einem Höhenrücken noch auf einer Kuppe befindet, ist der Standort nicht exponiert (fernwirksam) und die freie Sicht auf den Horizont wird nicht beeinflusst. Insgesamt ergibt sich aufgrund der günstigen topografischen Verhältnisse nur eine geringe Fernwirkung und die Möglichkeit einer guten Einbindung in die Umgebung.
 
Denkmalschutz
 
Weder das Naturdenkmal in Frauenbrunn, das Kulturdenkmal Schloßberg noch der unter Ensembleschutz stehende Ortsteil Rechbergreuthen sind von der Anlage betroffen.
 
 

Interessante Links

Kontakt

Bei Fragen zum "Solarpark Winterbach" steht jederzeit zur Verfügung:

Solarpark Winterbach-Eisingerhof GbR
Karl Oberschmid / Franz Eisenhofer
Eisingerhof 1
89368 Winterbach, Deutschland

Telefon +49 (0)9075 - 319 o. 8644
Telefax +49 (0)9075 - 6217 o. 8804
E-Mail info@solarpark-winterbach.de

 

Impressum

Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Karl Oberschmid / Franz Eisenhofer
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV: Franz Eisenhofer / Karl Oberschmid